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sind die grüne 514,5 nm und die türkisblaue 488,0 nm Linie.

Je nach verwendeter Optik können Argonlaser entweder als Singleline-Laser aufgebaut sein, welche dann nur eine einzige Frequenz, und damit monochromatisches Licht erzeugen, oder als Multiline-Laser. Letztere sind in der Lage, auf verschiedenen Frequenzen zu arbeiten, sodass - je nach Konstruktion des Lasers - entweder eine freie Selektion der gewünschten Linie möglich ist, oder aber mehrere Spektrallinien gleichzeitig erzeugt werden.

Die Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Bereiches, inkl. der stabilen IR-Linie bei 1090 nm, können erzeugt werden, indem die optischen Bauteile durch spezielle IR- oder UV-Optiken ersetzt werden.

Die UV-Linien werden erzeugt durch doppel-ionisierte Übergänge, welche wesentlich höhere Ströme in der Plasmaentladung erfordern. Daher lassen sich nur die großen High-Power-Laser auf UV-Betrieb umbauen.

Single-Line Laser Konfiguration

Die meisten Anwendungen, wie z. B. Interferometrie oder Holographie verlangen, dass der Laser nur eine einzelne Frequenz, und somit monochromatisches Licht erzeugt. Dies kann erreicht werden, indem der hochreflektierende hintere Spiegel, welcher normalerweise alle Frequenzen wieder zurück in die Laserröhre reflektiert, durch ein sog. Littrow-Prisma ersetzt wird. Dieses Prisma arbeitet als Wellenlängenselektor und besitzt dazu eine vollverspiegelte Seite.

Spektralzerlegung im Prisma

Das Licht tritt in das Prisma ein und wird dabei spektral zerlegt, bevor es die Reflexionsschicht erreicht und zurück reflektiert wird. Somit kann nur eine einzige Wellenlänge in die Röhre reflektiert werden, nämlich die, für die aufgrund der Winkelstellung des Prismas die Ablenkung genau 0° beträgt.

Eine weitere Möglichkeit für monochromatisches Licht bietet sich, wenn der teildurchlässige Auskoppelspiegel nur für die gewünschte Wellenlänge reflektierend beschichtet ist (dichroitische Interferenz-spiegel). Alle anderen Frequenzen können dann keine Schwingungen im Laser erzeugen, da für sie keine genügende Rückkopplung vorliegt.

Die Strahlung, welche von derartigen Single-Line-Lasern erzeugt wird, besitzt eine sehr geringe Linienbreite und extrem gute Kohärenz im Vergleich zu anderen Lichtquellen oder auch DPSS. Tatsächlich handelt es sich jedoch nicht um eine einzelne Frequenz, sondern um mehrere, sehr dicht nebeneinander innerhalb der Laserlinie des Argon liegende Frequenzen. Die Breite dieses Frequenzbandes beträgt ca. 5 GHz. Der Abstand der einzelnen Frequenzen untereinander wird bestimmt von der Lichtgeschwindigkeit in der Plasmaröhre und dem Abstand der beiden den Resonator bildenden Spiegel zueinander. Für einem 1 m langen Resonator ergibt sich somit ein Abstand von ≈ 150 MHz und wird als 'Modenabstand' (oder engl.: modespacing) der Longitudinalmoden bezeichnet.

Leistungssteuerung und Stabilisierung

Die Ausgangsleistung eines Gasionenlasers kann auf jeden Wert zwischen maximaler Laserleistung und Laserschwelle eingestellt werden, indem der Entladungsstrom im Plasma verändert wird.

Plasmen weisen einen negativ differentiellen Widerstand auf, d. h. mit zunehmender Entladungsstromstärke sinkt der Innenwiderstand des Plasmas, was einen lawinenartigen Anstieg der Stromstärke zur

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