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Prozent Reflexion) reichte aus, um in der Küvette „lasing“ anzuregen.

Wenig später gelang es Theodor W. Hänsch durch Einbau frequenzselektiver Elemente, den Farbstofflaser für die Spektroskopie zu nutzen und damit zu einem der wichtigsten Instrumente in der Atomphysik zu machen.

Die Bedeutung von Farbstofflasern hat in den letzten Jahren zugunsten anderer durchstimmbarer Lasersysteme abgenommen. Insbesondere leichter zu bedienende, durchstimmbare Diodenlaser, Titan:Saphir-Laser im roten Spektralbereich oder flexible synchrongepumpte OPO (optisch parametrischer Oszillator)-Systeme sind hier zu nennen

Faserlaser

Ein Faserlaser ist eine spezielle Form des Festkörperlasers. Der dotierte Kern einer Glasfaser bildet bei einem Faserlaser das aktive Medium. Es handelt sich also um einen Glaslaser mit Lichtwellenleiter-Eigenschaften. Die Laserstrahlung, welche durch die laseraktive Faser geleitet wird, erfährt aufgrund der großen Länge eine sehr hohe Verstärkung.

Faserlaser werden im allgemeinen optisch gepumpt, indem parallel zum Faserkern in dessen Mantel oder in diesen selbst Strahlung von Diodenlasern eingekoppelt wird. Doppelmantelfasern (englisch: double clad fibers ) erlauben höhere Leistungen; aus dem dicken Mantel gelangt die Pumpstrahlung verteilt in den aktiven Faserkern.

Das häufigste Dotierungselement für den laseraktiven Faserkern ist Erbium (Medizin, Nachrichtentechnik), gefolgt von Ytterbium und Neodym für Hochleistungsanwendungen.

Faserlaser verfügen über einzigartige Eigenschaften, so z. B. elektrisch-optische Wirkungsgrade bis über 30 %, herausragende Strahlqualität (mit M² < 1,1 beim Singlemode-Faserlaseraufbau), hohe Lebensdauer (> 20000 h) und einen kompakten, wartungsfreien und unempfindlichen Aufbau.

Aufbau

Ein Faserlaser besteht aus einer oder mehreren Pump-Laserdioden, einer Einkoppeloptik (diskret oder an den Mantel angespleißte fasergekoppelte Diodenlaser) und einem Resonator.

Die Faser besteht typischerweise aus mehreren Schichten. Der Hautptteil ist meistens aus Quartzglas, z.B. 0.25 mm dick, umgeben mit einer dünnen Schutzschicht aus Kunststoff. Der aktive Kern ist viel dünner, z.B. 10 Mikrometer, und besteht aus dotiertem Quartzglas, z.B. mit wenigen Prozent Aluminium und wenigen Promille seltener Erden. Der Brechungsindex der Schichten nimmt von innen nach aussen ab; so entsteht die Lichtführungseigenschaft.

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