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zeitlich unbegrenzt, damit wäre ihr Energieinhalt unendlich.

Jeder zeitlich begrenzte Schwingungsvorgang, selbst wenn er die Form einer Sinuskurve hat, ist immer eine Überlagerung mehrerer Frequenzen. Diese können in einem Frequenzspektrum dargestellt werden. Ein physikalisch realistischer Schwingungsvorgang besteht aus einem Gemisch unendlich vieler Frequenzen mit jeweils infinitesimalen Anteilen der Einzelfrequenzen.

Mathematisch kann man Frequenzen deshalb als Einheitsvektoren eines Vektorraums auffassen, die selbst nicht mehr Elemente dieses Vektorraumes sind.

Jeder periodische Vorgang lässt sich als eine Summe von in ihm vorhandenen Frequenzanteilen mit Hilfe der Fourieranalyse darstellen.

Beispiele

Dauert eine Periode 0,01 Sekunden (10 ms), so ergibt sich eine Frequenz von:

Die Frequenz des Kammertons a' (eingestrichenes a), nach dem ein Orchester gestimmt wird, beträgt nominell 440 Hz (heute eher 442 oder 443 Hz).

Ein Kleinkind hört Töne mit Schwingungen bis etwa 20.000 Hz als obere Frequenzgrenze, Erwachsene hören diese hohe Frequenz nicht mehr.

Die Frequenz des Wechselstroms im europäischen Stromnetz ist im Mittelwert (über viele Tage) genau 50 Hz, auf anderen Kontinenten teilweise auch 60 Hz, siehe Länderübersicht Steckertypen, Netzspannungen und -frequenzen.

Schwingquarze werden als Frequenzerzeuger vorzugsweise mit einer Frequenz im MHz-Bereich gefertigt, aber auch schon mit 32 kHz. Selbst als

Konsumartikel haben sie relative Fehlergrenzen in der Größenordnung 10 -5 . Derartig kleine Fehlergrenzen sind sonst in der Messtechnik nur mit extremen Aufwand oder gar nicht erreichbar.

Hinweis: 10 -5 = 0,001 % ≈ 1 s pro Tag = ½ min pro Monat; dieser Wert wird von der Messabweichung in Uhren vielfach noch unterboten.

Bei den GSM-Mobilfunknetzen wird beim D-Netz (in Deutschland ursprünglich D1 T-Mobile, D2 Vodafone, mittlerweile alle vier Netze) ein Frequenzband bei 900 MHz genutzt, das E-Netz (in Deutschland ursprünglich E-Plus, O2 Germany, mittlerweile alle vier Netze) benutzt ein Frequenzband bei 1800 MHz. Bei den UMTS-Mobilfunknetzen wird weltweit (bis auf Nordamerika) ein Frequenzband bei 2100 MHz genutzt. In Nordamerika verwenden die Netze dagegen – sowohl für GSM- als auch UMTS-Mobilfunknetze – überwiegend das 1900-MHz-Band und das 850-MHz-Band.

Spezielle Frequenzen

Niederfrequenz bezeichnet Frequenzen im Bereich der hörbaren Schallwellen, also 20 … 20000 Hz.

Hochfrequenz bezeichnet in der Nachrichtentechnik Frequenzen über 3 MHz, ist aber in anderen Disziplinen anders definiert.

Normfrequenzen sind festgelegte Frequenzen für akustische Messungen.

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